About Nameling
Namen finden heißt Beziehungen entdecken.
Nameling ist eine Vornamen-Suchmaschine für Menschen, die nicht nur Listen durchsuchen wollen, sondern verwandte, überraschende und passende Namen entdecken möchten.
Der erste Nameling
Der erste Nameling entstand 2012 aus einer sehr persönlichen Situation: Ich suchte einen Namen für meine zweite Tochter. Die klassischen Vornamenslisten fühlten sich dabei schnell zu statisch an. Mich interessierte weniger die Frage, welcher Name gerade auf Platz 1 steht, sondern welche Namen sich ähnlich anfühlen, in ähnlichen Kontexten auftauchen oder miteinander verwandt wirken.
Aus dieser Suche wurde ein Forschungs- und Webprojekt: Nameling berechnete Beziehungen zwischen Vornamen aus großen öffentlichen Datenquellen, insbesondere aus Co-Occurrences in Wikipedia und aus Spuren des Social Web. Die Grundidee war einfach: Namen, die in ähnlichen Kontexten vorkommen, können auch für Menschen ähnlich oder passend wirken.
Der erste Nameling wurde schnell mehr als ein persönliches Nebenprojekt. Innerhalb weniger Monate nutzten zehntausende Menschen die Seite. Aus dem Projekt entstanden wissenschaftliche Arbeiten zu Namensähnlichkeit, Ranking, Empfehlungssystemen und „Onomastics 2.0“, also einer datengetriebenen Erweiterung der Namenforschung.
Nameling war nie nur ein Namensgenerator. Die schönste Idee war: Ein Name führt zu anderen Namen und aus einer Eingabe entsteht ein begehbarer Namensraum.
Hinweis: Die damaligen wissenschaftlichen Veröffentlichungen erschienen unter dem Namen Folke Mitzlaff.
Berichte und Resonanz
Über Nameling wurde 2012 und 2013 in verschiedenen Medien berichtet, vom lokalen Ursprung der Idee bis zur internationalen Discovery Challenge für Empfehlungssysteme.
Wissenschaftlicher Hintergrund
Aus Nameling wurde eine kleine Forschungsplattform: Die gesammelten Daten und die zugrunde liegenden Graphen ermöglichten Experimente zu Ähnlichkeitsmaßen, Empfehlungssystemen, Personalisierung und Diversifikation.
Ein kleiner Relaunch, 14 Jahre später
Vierzehn Jahre nach dem ersten Nameling entsteht nun ein kleiner Relaunch: leichter, transparenter und zunächst bewusst als MVP. Die neue Version greift die ursprüngliche Idee wieder auf, verbindet sie aber mit einer aktualisierten Datenbasis und einer einfacheren Webarchitektur.
Im Mittelpunkt steht wieder der Namensraum: Wer einen Namen eingibt, soll nicht nur Treffer erhalten, sondern eine Richtung. Welche Namen liegen nah? Welche wirken verwandt? Welche öffnen eine neue Spur?
Der neue Nameling startet bewusst klein. Die Ähnlichkeiten werden offline berechnet und als statische Daten für die Webapp bereitgestellt. So kann die Seite schnell, günstig und datensparsam betrieben werden und trotzdem Raum für spätere Experimente mit Feedback, Evaluation und neuen Empfehlungsmetriken lassen.
- 2012
Der erste Nameling entsteht aus der persönlichen Suche nach einem Namen für meine zweite Tochter.
- 2013
Nameling wird Forschungsplattform und Datengrundlage der ECML PKDD Discovery Challenge.
- 2026
Ein kleiner Relaunch: zurück zur ursprünglichen Idee, Namen als Beziehungen und nicht nur als Listen.
Was Nameling heute sein soll
Nameling soll kein Tool sein, das einem Menschen die Entscheidung abnimmt. Ein Name bleibt persönlich. Aber gute Vorschläge können helfen, den eigenen Geschmack klarer zu spüren: Das passt. Das nicht. Das überrascht mich. Davon möchte ich mehr sehen.
Der Relaunch versteht Nameling deshalb als ruhige, explorative Suchmaschine: weniger Ranking-Druck, mehr Entdeckung. Nicht der perfekte Name auf Knopfdruck, sondern ein guter Ort, um mit Namen in Beziehung zu treten.